Internationaler Museumstag 2026: Museen der Kulturregion Drei Täler - 7000 Jahre öffnen am 17. Mai ihre Pforten
Jährlich findet Mitte Mai der Internationale Museumstag statt, in diesem Jahr am 17.05.2026. Auch viele Museen der Kulturregion Drei Täler - 7000 Jahre öffnen wieder ihre Türen und bieten spannende Aktionen an, sodass sich ein Besuch in den Einrichtungen für Klein und Groß lohnt.
Die Kulturregion erstreckt sich entlang der Täler Isar, Vils und Laber und die Zusammenarbeit der Museen in Stadt und Landkreis Landshut sowie zweier Museen aus dem Landkreis Dingolfing-Landau erfolgt innerhalb eines Arbeitskreises der Lokalen Aktionsgruppe Landkreis Landshut e.V.
Nach einer konzeptionellen Phase konnten drei neue Dauerausstellungen über das EU-Förderprogramm LEADER und mehrere über die Landesstelle für die nichtstaatlichen Museen in Bayern bezuschusst werden. Fachliche Unterstützung erhalten die Museen u.a. von der Kreisarchäologie und der Museumsfachberatung des Bezirk Niederbayern.
In diesem Jahr beteiligen sich die folgenden Museen an dem Aktionstag:
Der Museumstreffpunkt in Aham hat von 14.00 bis 16.30 Uhr geöffnet. Neben einer Ausstellung archäologische Funde gibt es eine Mitmachstation in der eigene Ideen kreativ umgesetzt werden können.
Das Museum Altdorf hat von 14 bis 17 Uhr geöffnet. Neben der Jubiläumsausstellung zum 30-jährigen Bestehen, gibt es eine Präsentation des mobilen Arbeitsplatzes einer Störschneiderin. Zudem kann man eine digitale Zeitreise mit der App Landshut Zeitmaschine unternehmen.
In Bruckberg hat das Museum Vinum Celticum von 14 bis 16 Uhr geöffnet. Während der Öffnungszeit wird ein Quiz zu den ältesten erhaltenen Häusern in der Gemeinde angeboten. Danach startet eine Wanderung auf dem neu konzipierten zweiten Museumsrundweg organisiert durch vom Heimatpflegeverein Bruckberg. Nähere Informationen bitte der Vereinshomepage entnehmen.
Das Museum Dingolfing hat von 10.30 bis 17.00 Uhr geöffnet und bietet kostenlose Führungen an. Zudem pendelt ein Oldtimer-Bus zwischen dem Museum und dem Automobil-Park Auwärter in Pilsting. Der Fahrplan ist auf der Homepage des Museums abrufbar. Wer eine kleine Stärkung vor oder während des Besuchs braucht, kann im Automobil-Park Auwärter ein Weißwurst-Frühstück sowie Kaffee und Kuchen genießen.
Von 12 bis 17 Uhr hat das Trachtenkulturmuseum in Holzhausen (Geisenhausen) und von 14 bis 18 Uhr das Café Komod im Trachtenkulturzentrum geöffnet. Das Museum sowie das Café sind barrierefrei zugänglich.
Im Museum für Steinzeit und Gegenwart im Kastenhof in Landau können von 10.30 bis 16.30 Uhr Kinder und Erwachsene im offenen Workshop „Steinzeit-Küche“ selbst aktiv werden und unter anderem Brot backen. Von 11.00 bis 16.30 Uhr betreibt der Förderkreis Niederbayerisches Archäologiemuseum e.V. den Lehmkuppelofen im Innenhof, in dem die Besuchenden kleine Fladenbrote backen können. Von 11.00 bis 15.00 Uhr gibt es Vorführungen zum pflanzlichen Gerben von Leder – mit vielen Informationen rund um Materialien, Techniken und den Alltag in der Steinzeit. Um 14.30 Uhr startet die offene Führung „Die Jungsteinzeit – Zeit der Erfindungen“ durch die Dauerausstellung (Dauer: ca. 1 Stunde). Dabei geht es um neue Techniken, Materialien und Lebensweisen, die diese Epoche geprägt haben. Darüber hinaus kann die diesjährige Frühjahrsausstellung der Künstlervereinigung Isargilde e.V., die den Titel „Hommage“ trägt, im Glassaal des Kastenhofes bei freiem Eintritt besichtigt werden.
Die Museen der Stadt Landshut haben ihre Tore von 10 bis 17 Uhr offen und zwar das LANDSHUTmuseum, das KASIMIRmuseum mit der Pumuckl-Ausstellung und das KOENIGmuseum. Da alle Museen am Internationalen Museumstag kostenfrei zu besichtigen sind, kann es unter Umständen zu längeren Wartezeiten kommen. Es wird gebeten dies bei der Planung zu berücksichtigen.
Für Technikbegeisterte bietet das Radiomuseum in Rottenburg a.d.L. von 13 bis 17 Uhr eine interessante Dauerausstellung. Der Verein Radiofreunde Rottenburg freut sich auf zahlreiche Besucher und steht bei Fragen gerne zur Verfügung.
Das Heimatmuseum Vilsbiburg – Kröninger Hafnermuseum hat von 10 bis 12 Uhr geöffnet. Der Heimatverein Vilsbiburg hat sich eine besondere Führung durch die Stadt eigens für Familien ausgedacht: Zwei Stadtführerinnen des Heimatvereins, Andrea Hauer und Hannelore Sirtl, werden an diesem Tag mit einem speziellen Programm für Kinder von 6 bis 12 Jahren und deren erwachsenen Begleitern und Begleiterinnen die Geschichte der Stadt an der Vils näher bringen. „Was macht eigentlich eine Stadt aus?“ „Weshalb entstand Vilsbiburg gerade hier am Fluss?“ „Welche Aufgaben hatten die Turmwächter – und was tut er oder sie, wenn sie `mal muss?“ „Weshalb gab es denn so viele Brauereien in der Stadt?“ An ausgewählten Stationen und mit kindgerechten Präsentationen werden die beiden viel Wissenswertes über die bewegte Geschichte der Stadt und ihrer Bewohner aus vielen Jahrhunderten erzählen. Auch ein Streit über zu große Misthaufen wird eine Rolle spielen. Die Familien-Führung durch die Stadt beginnt um 14 Uhr am Museum und dauert ca. 1,5 Stunden. Die Teilnahmegebühr beträgt 4 Euro pro Person jeden Alters. Eine Anmeldung ist bis Freitag, den 15.05.2026 mit dem Stichwort „Familienführung“ zu richten an: Annika Janßen-Keilholz, Tel. 0871-305-170 oder per Mail an
Das Heimatmuseum Wörth an der Isar im Rathaus der VG öffnet von 14 bis 16 Uhr seine Pforten. Den Ort Wörth an der Isar können Interessierte entlang des Historischen Rundweges erkunden, der am Rathaus startet und zu bedeutenden Gebäuden des Ortes führt.
Das Georg Brenninger Freilichtmuseum in Velden ist ganzjährig kostenfrei zu besichtigen. Es handelt sich dabei um einen etwa zwei Kilometer langen Rundweg durch den Ort Velden an der Vils. Entlang der Strecke gibt es 40 Werke des Bildhauerprofessor Georg Brenninger zu entdecken. Die Tour startet am ehemaligen Bahnhof, führt durch die Ortsmitte und endet am Friedhof. Weitere Informationen sind zu finden auf der Homepage des Markt Velden, u.a. eine kleine Broschüre mit Erläuterungen zu den einzelnen Kunstwerken (PDF zum Herunterladen).
Viele Museen in der Kulturregion Drei Täler – 7000 Jahre sind das ganze Jahr über kostenfrei zugänglich. Dies gelingt, da sie häufig von den Kommunen getragen und von zahlreichen engagierten Menschen, wie den örtlichen Heimat- und Museumsvereinen, ehrenamtlich betreut werden. Um das hochwertige Kulturangebot im ländlichen Raum zu erhalten und in den Museen weiterhin Veranstaltungen und Sonderausstellungen durchzuführen, freuen sich die Vereine über Spenden der Museumsbesucher. Der Internationale Museumstag bietet aber auch die Möglichkeit, die in den Museen tätigen Menschen persönlich kennen zu lernen und mit ihnen ins Gespräch zu kommen. Die inzwischen recht modern und interaktiv gestalteten Ausstellungen machen in Kombination mit angenehmen und erfahrenen Museumsteams bestimmt Freude sich selbst zu engagieren.

